Zwei neue Dialekte

Neue Dialekte bekommt das Land

BfD-Eilmeldung
Berlin (fhd)Wie das Bundesamt für Dialekte (BfD) mitteilt, wird die bisherige Liste der anerkannten Sprachkolorite um zwei weitere ergänzt: Ab dem 1. April 2016 sollen in der Bundesrepublik Deutschland auch Arabesk und Syri als gleichberechtigte Partner im Dialekt-Reigen mitspielen dürfen.

Beschlossen hatte der BfD dies am vergangenen Dienstag im Rahmen einer eilends einberufenen Sondersitzung. „Damit“, so der Amtsleiter Heinz-Otto Achmediadis, „wollen wir nicht nur der aktuellen Situation Rechnung tragen.“ Auch könnte diese Entscheidung ein Meilenstein in der bundesrepublikanischen Geschichte sein: „Wir haben schneller geschaltet als irgendeine andere Institution – und uns damit zum ersten Mal selbst überholt“, erklärt Achmediadis stolz. Die Vergangenheit sei schließlich voll von Berichten über mobile Menschengruppen. Wie sehr die jeweiligen Immigranten ihre neue Wahlheimat beeinflusst hatten, sei aber oft erst Jahrhunderte später anerkannt worden (allerdings häufig auch gleich wieder verleugnet; Anm. d. Red.). Das solle diesmal anders werden. Achmediadis, selbst bekennender Nationalitäten-Mix, zeichnet auch als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Pro-Bono sowie deren wissenschaftliche Abhandlung „Primat Klimat – Die Sonne geht wieder im Osten auf“ verantwortlich. Das Werk, das im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, hatte in der Fachwelt für Furore gesorgt – und sie in zwei Lager gespalten: Sofort fühlten sich Meinungsgegner auf den Plan gerufen, die Behauptungen der Forschungsgruppe um Achmediadis zu dementieren. Nach der nämlich wäre der heutige Stand in der westlichen Hemisphäre beispielsweise in puncto Medizin, Astronomie und Mathematik ohne die arabischen Gelehrten nie möglich gewesen. Inspirierende Gedanken, die teilweise sogar von der Presse aufgenommen wurden: Die Völkerwanderungen sind unumkehrbar, titulierte folgerichtig auch die DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 16. August 2015.

„Lernen wir doch einfach aus der Historie: Die neuerlichen Flüchtlingsströme, die während der vergangenen Monate in die Bundesrepublik gelangten – und noch gelangen –, könnten sich in ein paar Generationen als neuer Katalysator für die hiesige Entwícklung erweisen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es doch nur zu logisch, dass Arabesk und Syri schon jetzt als Teil deutschen Naturguts angesehen werden können. Zumal diese beiden Kolorite zwischenzeitlich eh die am meisten gesprochenen sind“, so der BfD-Amtsleiter Heinz-Otto Achmediadis abschließend.

Info-Kasten

Die aktuell vom BfD anerkannten Dialekte im Einzelnen von A bis Z: Arabesk, Arzgebirgisch, Boarisch, Dunkeldeutsch, Hessisch, Kölsch, Linksrheinisch, Pelzisch, Platt, Rechtsrheinisch, Säxisch, Spätzles-Schwäbisch, Symbadisch, Syri, Zünftig.

Nachtrag
Kurz nach der Veröffentlichung der neuen BfD-Liste erreichte die Redaktion eine Beschwerde von Ma‘am Siri von Mac. Sie fühle sich diskriminiert: „Die halbe Apple-Welt nutzt meine Stimme, meine Sprache.“ Dennoch sei Siri nicht aufgeführt. „Dabei ist es doch nur einen Buchstabenwurf von Syri entfernt“, klagt das deutsch-stämmige Mitglied des Apfel-Imperium-Clans. Wie Ma‘am von Mac weiter mitteilt, habe sie zeitgleich auch eine entsprechende Aufforderung an das BfD gesandt, dessen Fehler umgehend zu korrigieren. Amtsleiter Achmediadis nahm zu den genannten Vorwürfen bislang keine Stellung.