Transitzone

© Fehldruck – Transitzonen

Transitzonen

Berlin (fhd) – Das Thema Flüchtlingspolitik wird die Bundesregierung weiterhin beschäftigen. Streit herrscht seit Wochen um die Fragen, wie viele Flüchtlinge Deutschland aufnehmen kann, von wo sie stammen dürfen, um zu bleiben und ob für eine bessere Organisation und die schnellere Abwicklung der Verfahren Transitzonen eingerichtet werden. Es ist bekannt dass die Parteien weit voneinander entfernt sind und am Donnerstag soll ein Kompromiss gefunden werden. Doch nun spielte man unserer Redaktion eine Grafik zu, diese zeigt dass eine Einigung nicht in Sicht ist und ein Kompromiss auch nicht gefunden wird. Schuld daran sind fehlende Fremdsprachenkenntnisse. Transit bedeutet im übertragenen Sinne Durchfuhr oder Durchreise, insbesondere die von Waren oder Personen aus Drittländer.

Transitzonen Merkel

Merkel möchte ganz Deutschland zur Transitzone erklären. Ihrer Ansicht nach hätten alle Flüchtlinge ein Recht darauf, in Deutschland einzureisen. Hier könnte in Ruhe geprüft werden, ob sie bleiben dürfen. Leider verkennt Frau Merkel, dass eine Transitzone bei einer Überlastung zum Depot wird.

Transitzonen Seehofer

Seehofer möchte so viele Transitzonen wie möglich vor Deutschlands Grenzen eröffnen. Somit könnten vor der Einreise der Flüchtlinge deren Chancen auf ein Bleiberecht geprüft werden. Außerdem findet Seehofer das Österreich ein viel zu kleines Land sei und besser größer werden sollte um im Club der großen Mächte mitspielen zu können. Auch sei das Wetter in Kroatien und Italien viel besser also hätten alle dabei gewonnen.

Transitzonen SPD

Die SPD sieht die Sache anders. Sie ist gegen die Einrichtung besagter Zonen und setzt diese gar mit Gefängnissen gleich. Hat sie noch weniger sprachliche Kenntnisse als die CDU und die CSU? Herr Gabriel, Transit bedeutet Durchreise und nicht Inhaftierung. Erstaunlich, wie sich die Geister scheiden, wenn es um die Auslegung eines Wortes geht, das im deutschen Sprachgebrauch durchaus gebräuchlich ist.

Bleibt abzuwarten, wie die Regierung bei der Integration von Flüchtlingen das Recht und die Pflicht zum Besuch eines Deutschunterrichts umsetzen wird. Dieser ist allerdings nicht jedem Lernwilligen gestattet, er darf auch nicht von jedem Lehrwilligen abgehalten werden. Genaueres kann beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erfragt werden. Aber Vorsicht, auch in dessen Regelungen schlummern Fremdwörter, die sich unterschiedlich auslegen lassen.