Erdogan

– Fehldruck erhält den „Recep Tayyip Erdoğan Gedenk-Orden“

Erdogan wurde Opfer eines Satire-Videos

Ankara (fhd)Gerade noch wirkten die deutsch-türkischen Beziehungen nach außen hin harmonisch, seit in der EU ein beiderseitiges Abkommen zur Flüchtlingspolitik getroffen wurde. Doch jetzt spitzt sich die Lage erneut zu. Erdogan wurde Opfer eines Satire-Videos, das der NDR in der Sendung extra 3 ausstrahlte (sehen Sie hier…). Regierungs-Chefs verstehen selten Spaß, schon gar nicht auf ihre Kosten. Erdogan bildet da keine Ausnahme und verlangte laut Spiegel online (lesen sie hier…) die Löschung selbiger Verunglimpfung. Insbesondere ärgerte ihn die Thematisierung der Pressefreiheit im eigenen Land. Denn irgendwie … Entschuldigung. Ergowi scheint jeder Ergowo schreiben, singen oder zeichnen zu dürfen, was er für richtig hält. Das kann doch wirklich nicht sein.

Damit der Ernst des Ganzen erkennbar wird, bestellte Erdogan den deutschen Botschafter Martin Erdmann ein. Der sollte dem Quatsch mal einen Sinn geben. Auch unser Chefredakteur Albert Steinein wurde in Erdogans Räume beordert. Um ehrlich zu sein, ihm schwante Schlimmes. Denn wie unsere treuen LeserInnen sicherlich schon bemerkt haben, halten auch wir mit unserer Kritik nicht zurück wo sie angebracht ist.

Doch dann kam alles ganz anders. Zunächst stotterte Erdmann herum, dass man meinen konnte, anstatt die notwendige Zuarbeit zu leisten, befänden sich sämtliche Staatsbedienstete im verlängerten Osterurlaub. Daraufhin zog Erdogan die Stirn in Querfalten und obendrein den Vergleich, dass es um die deutschen Medien nicht besser bestellt sei als um die türkischen. (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist die regierungskritische Zeitung Zaman, die der Gülen-Bewegung nahe steht.) Doch zum Glück gäbe es eine Ausnahme.

Fehldruck wird fortan in der Türkei als staatliche Zeitung fungieren

Erdogans Gesicht entspannte sich wieder, als er unseren Chefredakteur Albert Steinein ansah. Das Magazin/Zeitung Fehldruck sei ein hervorragendes Blatt mit einem überdurchschnittlichen Wahrheitsgehalt, der sich in einer klaren Sprache und einer stilistisch einwandfreien Ausdrucksweise bemerkbar macht. Man bräuchte nur auf den Artikel „Erdogan droht Europa und Merkel mit Migrationswaffe“ verweisen. Die Verantwortlichen hätten sein, also Erdogans, Potential erkannt und wüssten seinen Führungsstil zu würdigen. Daher zöge er folgendes Fazit: Fehldruck erhält den „Recep Tayyip Erdoğan Gedenk-Orden“ und außerdem die Zusage, fortan in der Türkei als staatliche Zeitung zu fungieren. Zaman wird nie wieder gedruckt. Dessen Angestellte würden stattdessen nach Deutschland ausgewiesen und könnten sich über Erdmann belustigen. Natürlich auch über Merkel, Gabriel, Wagenknecht und wie sie sonst alle heißen.

Da unser Chefredakteur Albert Steinein als neuer guter Freund Erdogans gilt konnte er in Erfahrung bringen das der Postillion als nächster auf der Abschussliste steht und sich vor Erdogan verantworten soll. Warum? Lesen Sie hier…

Erdogan Orden

– Wir sind sehr stolz

.