Fehldruck 3500 v. chr – 2016

Die Chronologie des Fehldrucks. Es war einmal …

Wo liegen die Wurzeln, wo geht die Zukunft hin? Das sind nur zwei Fragen, die uns wohl immer irgendwie beschäftigen. Bei einer Einrichtung wie dem Fehldruck ist das nicht anders. Auch er will wissen, wo er herkommt. Dabei haben wir die Geschichte doch schon sooo oft erzählt …

Fehldruck, die Erste – Klappe!

Also: Es gab einmal ein paar Vorfahren. Und obwohl eigentlich stark kurz-, waren sie gleichzeitig auch sehr weitsichtig. So veröffentlichten sie bereits zu Zeiten von Mose und Joshua (also etwa 3.500 vor unserer beziehungsweise der christlichen Zeitrechnung nach dem Gregorianischen Kalender oder 4.079 bezüglich der Hidschra im Islam oder 260 bei den Juden, und auch die Inder und Chinesen haben andere Zeiten – Anmerkung der Redaktion) eine Geschichtensammlung. Die waren da zum ersten Mal aus all den Heldensagen und Legenden zusammengestellt worden, die zuvor die eine Generation an die nächste überliefert hatte. Jahrzehnte und -hunderte lang – eben ganz ähnlich wie die Märchen der Gebrüder Grimm. Und prompt war damit auch schon unser first Fehldruck geboren. Denn in diesem Erstlingswerk – damals hieß es noch „hebräische Bibel“ –, stieß der aufmerksame Leser immer wieder auf unrichtige Informationen. Allein unter den Zeitangaben befanden sich zahlreiche sogenannter „false friends“.

Fehldruck, die Zweite – Klappe!

Übrigens: Dass die Falschaussagen bis heute nichts von ihrem Potenzial eingebüßt haben, ist den vielen Liebhabern dieser klassischen Literatur geschuldet. Dank ihres Widerstandes in Sachen logischen Denkens sowie ihrer Uneinsichtigkeit konnten sie die „bloody crime and incest“-Storys bis in die Gegenwart hineinretten. Mehr noch. Sie gönnten dem Ganzen noch eine Fortsetzung und nannten diese Familien-Saga, in der ein gewisser Jesus die Hauptrolle spielte, „Neues Testament“. Wer dann von dem des Alten profitierte und alles erbte, ist leider nicht überliefert. Sicher ist nur, dass die Biografie des Protagonisten und seiner zwölf Anhänger dann schon die zweite richtig große Makulatur der Menschheitsgeschichte war.

Wir sind Fehldruck!

Heute wird der Begriff „Fehldruck“ gerne für jede politische und wirtschaftliche Entscheidung missbraucht, die schiefgeht. Es habe quasi buchstäblich pressiert, lautet dann die armselige Entschuldigung dieser Versager.
Doch treiben diese „Nieten in Nadelstreifen“, wie der Wirtschaftsjournalist Günter Ogger diese Typen in seinem gleichnamigen, 1992 veröffentlichten Buch nannte, ihre Frechheiten noch weiter: Will hernach eine Zeitung etwas von der Pleite an die Öffentlichkeit bringen – was die schuldigen Mächtigen dieser Welt verständlicherweise nicht zulassen können –, passiert Folgendes: Sie setzen die Blatt-Macher unter Druck. Und zwar erfolgreichst. Damit deren Mitarbeiter wiederum nicht mitbekommen, was für Weicheier ihre Chefs sind, behaupten die einfach, man habe die Pressen wegen eines angeblichen Fehldrucks stoppen müssen. Und so wurden mit der Zeit aus den ursprünglich mutigen Nachrichten-Überbringern der grauen Vorzeit Schwächlinge, die das Scheitern von anderen Taugenichtsen verschleiern.

Was bleibt, sind wir vom Derivat Fehldruck.com. Wir sind die echten Helden, die letzten Hüter und einzigen Übermittler der Wahrheit. Wir leben hoch! Hoch! Hoch!

Unser Chefredakteur Albert Steinein
bei der Arbeit.