Oscar boykottiert die Oscars

© Fehldruck – Oscar hat genug

Sklave Oscar boykottiert die Oscars

Washington, D.C (fhd)Oscar boykottiert die Oscars. Die Nominierten für die diesjährige Oscar-Verleihung stehen fest. Der Filmpreis wird seit 1929 an die besten Filmschaffenden vergeben. So war es jedenfalls bis zum vorletzten Jahr, seither sind ausschließlich weiße Schauspieler bei diesem Event anzutreffen. Nicht zu Unrecht fragen sich dunkelhäutige Hollywood-Größen wie Spike Lee und Jada Pinkett-Smith, ob wahres Talent tatsächlich nur den Weißen gegeben ist oder ob es um Rassendiskriminierung geht. Sie vermuten Letzteres und boykottieren ebenso wie andere prominente Künstler die Veranstaltung. Unserer Redaktion kam jetzt zu Ohren, dass auch weniger bekannte Menschen gegen diese Art der Ungerechtigkeit kämpfen und sogar Erfolge verzeichnen können. Beispielsweise jemand wie der Sklave Oscar, der seine Herrschaften, die Oscars, vor die Wahl stellte.

Sklaven-Oscar

Oscar dachte sich, wenn die Schwarzen auf ihren Film-Oscar verzichten sollen, dann sollen seine Herrschaften auf ihn, den Sklaven-Oscar, verzichten. Statt wie jeden Abend Punkt 18 Uhr in der Livree das Abendessen zu servieren, stellte er sich im braunen Hemd in die Ecke des Speisezimmers (siehe Bild oben), genau vor einen im Kolonialstil gebeizten Stützpfeiler. Hätte nicht das Weiß in seinen Augen geblitzt, wäre er unsichtbar geblieben. So aber erblickte ihn seine Herrschaft, als sie sich suchend nach ihm und den ersehnten Speisen umsah. „Was soll das bedeuten?“, fragte Oscar, der Herr, Oskar, den Sklaven. „Willst du uns hungern lassen?“ Oscar, der Sklave, nickte. Bald schon begannen die Bäuche aller Anwesenden zu knurren.

Film-Oscar

Erbost ging Oscar, der Herr, selbst in die Küche, um die Platten mit dem Gesottenen zu holen. Leider stolperte er über die Schwelle an der Küchentür. Das Geschirr ging zu Bruch, den Braten verspeisten die Hunde, die eigentlich kamen, um der Köchin ein Ei zu stehlen. Die Herrschaften zeigten sich deprimiert. „Was willst du dafür, dass du fortan das Servieren übernimmst?“, fragte Oscar den Oscar. „Einen kleinen Oscar, Herr.“ „Kein Problem“, meinte dieser und besorgte den Film-Oscar, der eigentlich Leonardo DiCaprio zukommen sollte. Oscar lächelt, wenn er seinen goldüberzogenen Preis betrachtet. Er kennt nämlich ein Geheimnis: In neun Monaten wird die Herrin einen weiteren Oscar zur Welt bringen. Einen mit kaffeebrauner Haut. Diese hatte seine Forderung vermutlich falsch interpretiert. Bei so vielen Oscars kommt es eben zu Verwechslungen.