Barack Obama

© Fehldruck – Ein Konterfei des US-Präsidenten Barack Obama

Barack Obama

Washington, D.C (fhd)Es sollte ein äußerst emotionales Bild werden. So zumindest beschreibt Handy Arwhole seine künstlerischen Intentionen im Rahmen seines Auftrags, ein Konterfei des US-Präsidenten Barack Obama auf die Leinwand zu bannen. Was die US-Regierung und Besteller zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wussten: Der Maler nutzt andere Kanäle der Wahrnehmung als seine Augen, denn er ist blind. Nun soll er sich vor Gericht verantworten, weil sein Model Barack Obama sich verunglimpft sieht. „Dabei bin ich doch nur meiner Intuition gefolgt“, so Arwholes Rechtfertigung vor der Grand Jury. Er habe sich in diesem Fall genauso von seinem Bauchgefühlt leiten lassen, wie sonst auch. „Und das funktioniert sonst immer!“

Haftstrafe auf der Guantanamo Bay Naval Base droht

Den einzig-wahren Kern der betreffenden Menschen zu erkennen und diesen künstlerisch darzustellen – von diesem Talent des Malers seien seine Kunden stets und ausnahmslos begeistert, bestätigt auch sein Verteidiger, Arnold Murray. Der soll seinen Mandanten nun vor einer drohenden Haftstrafe auf der Guantanamo Bay Naval Base (kurz GTMO – gesprochen „Gitmo“) bewahren. Der Stützpunkt der US Navy südlich der gleichnamigen Stadt Guantánamo auf Kuba gelangte nicht nur durch den Spielfilm „Eine Frage der Ehre“ (Originaltitel: „A Few Good Men“) zu trauriger Berühmtheit. Die Enthüllungen über Foltermaßnahmen an Insassen des Internierungslagers taten ein Übriges. Umso größer die Bemühungen von Rechtsanwalt Murray. „Schade, dass Michael Jackson nicht mehr unter den Lebenden weilt. Er hätte sicherlich gerne Zeugnis davon abgelegt, wie perfekt mein Klient sein Handwerk versteht. Wie überzeugt „Jacko“ von der Arbeit des Meisters war, ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass er sogar sein reales Aussehen an dem gemalten Portrait orientierte.

Blauäugiges Weißbrot

„Dass sich Obama diesen Schritt nicht traut, ist ja in Ordnung. Es wäre nicht das erste Mal, dass seinen Worten keine oder anderen Taten folgen, oder sich erweist, dass er ihm erwiesene Vorschusslorbeeren nicht gerecht wird – ich denke da nur an den Friedensnobelpreis. Insofern halten wir es daher für mehr als verwerflich, nun meinen Klienten als Bauernopfer über die Klinge springen lassen zu wollen.“ Da der Verteidiger mit einem längeren Verfahren rechnet, der seinen ganzen Einsatz fordert, eröffnete er vorsorglich ein Spendenkonto für sich und den Künstler Handy Arwhole. Wer ebenfalls der Meinung ist, dass Barack Obama ein blondes, blauäugiges Weißbrot ist und den Verfechtern dieser Wahrheit etwas zukommen lassen möchte hinterlässt bitte einen Kommentar und seine Wertschätzung an den genialen Künstler.