Die Europäische Zentralbank will 100-, 200- und 500-Euroscheine abschaffen

© Fehldruck – 100-, 200- und 500-Euroscheine (falls Sie nicht wissen wie diese aussehen)

Die Europäische Zentralbank will 100-, 200- und 500-Euroscheine abschaffen

Frankfurt am Main (fhd)„Ich habe kein Geld mehr.“ Schon bald könnte dieser Satz alle EU-Bürger einigen. Nicht, dass damit irgendeine Aussage darüber getätigt werde, ob jemand arm oder reich ist. Vielmehr sagt es genau das aus, was gesagt wird: Bereits seit Monaten wird darüber debattiert, ob die 1-, 2- und 5-Cent-Geldstücke abgeschafft werden sollen (Lesen Sie hier…). Jetzt heizt die Europäische Zentralbank (EZB) die Diskussion noch weiter an: Am liebsten würde sie auch das Verschwinden der Scheine aus den Portemonnaies vorantreiben.

Die Gründe dafür? „Vorgeschoben“, sagen die einen. Zu diesen gehören beispielsweise all die zahlreichen ältere Zeitgenossen unter uns, die mit der EZB-Planung derzeit ein Déjà-vu erleben. Auch sie mussten schon Phasen durchleiden, in denen sie keine müde Mark (mehr) in der Tasche hatten. „Und immer gab es irgendwelche Argumente, die offiziell anders verstanden wurden, als sie inoffiziell gemeint waren“, so die Skeptiker.

Undercover auf Recherche

„Gerecht“, sagen die Befürworter aus dem Abschaffungslager. Genauso will es auch unsere Bundesregierung verstanden wissen: „Den Reichen nehmen und den Armen geben“, hieß es in einer entsprechenden Erklärung. Doch wen oder was? Unserer Redaktion fehlte das Akkusativ-Objekt in diesem Satz. Und weil sie es genauer wissen wollte, schickte sie ein Mitglied unseres Teams undercover auf Recherche. Dabei kamen folgende Fakten zutage:
Abgesehen von der Opposition, die selbstverständlich und grundsätzlich immer alles anders sieht, verfolgen nach außen hin alle Abgeungeordneten geschlossen das eine gemeinsame Ziel. Nämlich die Gesetzesnaiven glauben zu machen, dass mit der Entfernung der fassbaren Moneten aus dem Wirtschaftskreislauf eine Sozial-Harmonisierung erzielt werden solle: Den Onkel Dagoberts in dieser Gesellschaft wird der Spaß am Vollbad im Bargeld genommen. Ihren armen Verwandten wiederum soll damit geholfen werden, ihr angekratztes Selbstbewusstsein zu stärken. „Denn ohne Bargeld im Verkehr sind wir alle gleich.“

In Wirklichkeit aber sind sich die Volks-Zertreter uneins. Und so treiben sie dementsprechend völlig konträre Beweggründe an.

  • Das im Innenministerium beheimatete Team des Bundesdeutschen Feder-Büros der Investigation – kurz „FBI“ beispielsweise hofft auf das Ergebnis folgender Rechnung:
    0 % Bargeld = 0 % Mafia + 0 % Terrorismus = 100 % Freizeit
  • Auch die Hardliner-Beamten in den Hinterzimmern des Finanzministeriums agieren nach einer Formel. Ihre lautet:
    0 % Bargeld = 0 % Arbeit = 100 % Freizeit
  • Bei den noch im Haus befindlichen Angestellten dagegen hieß es, dass das Motiv der Aktion schlicht auf Pragmatismus fuße. Die gesamte Handhabe sei doch ohne die 100-, 200- und 500-Euroscheine entschieden einfacher.

Wer Geld habe, zahle eh mit Karte – und wer kein Geld habe, könne sowieso über keines verfügen…

Und genau diese These ließ unseren Undercover-Kollegen aufhorchen: Genau das ist es! Das Wirtschaftsministerium ist die allmächtige und treibende Kraft hinter dem Konzept. Es will die Kartenlesegeräte-Hersteller unterstützen. Denn wenn es eines Tages überhaupt kein Bargeld mehr geben sollte, wird jeder selbst noch so gering geschäftsfähige Mensch in diesem Lande eine solche App-Aratur benötigen: Die Minderjährigen nutzen für ihre Süßigkeiten-Shopping-Touren ganz kleine Pre-Paid-Instrumente. Die Straßenmusiker, Bettler, Bordstein-Schwalben und andere künstlerisch Tätigen erhalten Gerätschaften, die mit Pling- und Groschen-Sounds ausgestattet sind. Und das sind nur zwei Ideen, wie der Markt der bargeldlosen Zukunft aussehen könnte.

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